1. Mittelalterfest auf dem Schlossareal Döben bei Grimma



29./30. März 2014

Unglaublich schönes Wetter hatten alle Besucher und Marktteilnehmer 2 Tage lang auf Schloss Döben. Wir drei, Andreas Witting, Madline Sanftleben und ich sind hier nach gut 1 ½ stündiger Fahrt angekommen. Sandra Lehmann, die Mit-Veranstalterin zeigte uns daraufhin ein paar mögliche Aufbauplätze. Wir wollten aber alle auf die schöne Wiese mit Blick ins Muldetal. Alle staunten gleich bei Ankunft über den wunderschönen Blick ins Tal der Mulde. Ja so stelle ich mir das mittelsächsische Bergland vor. Es war schönes Wetter, es war hell, es war noch normale Nachmittagszeit. Wir hatten alle Welt Zeit um schon die gröbsten Sachen aufzubauen. ..und wir ließen uns Zeit.


Die Berliner kommen

Abends kamen dann die „Berliner“ noch an. Tobias Seliger, Anne Gaudlitz, ein Kommilitone von ihr und Vincent Lehmann. Für jeden war bereits eine Aufgabe vorgesehen, nur welche war noch nicht ganz sicher. Das bekam man dann nachdem man bei Katrin und Urban, warmes Essen aus dem großen Kessel spendiert bekommen hat so nach und nach raus. Spätestens am großen Lagerfeuer aus einer riesigen Feuerschale wurde allen so nach und nach klar worin ihre Aufgabe die nächsten 2 Tage bestand.


Foto Wiese mit Glücksschmied

Die Familienwiese

Foto Kinder auf Schloss Doeben

schönes, geselliges Kinderleben

Foto Auswertung Bogenturnier

Auswertung beim Bogenturnier

Wer schläft wo und bei wem?

Die Betten waren leider erst vom Sonnabend zum Sonntag bestellt und gebucht. Andreas nutzte sofort die Gelegenheit und gab bei Sandra Bescheid, heute noch einmalmal mit zurück nach Falkenberg Elster zu fahren. Ute bot Madline an, bei ihr mit im Iveco-Transporter zu übernachten, was sie auch gleich annahm und ich gab mich damit zufrieden wieder einmal im PKW zu schlafen. Deswegen mussten wir nun mit vereinten Kräften Ute´s Transporter noch schnell im dunkeln ausräumen und das war eine ganze Menge.


Mein bunter Harlekin, mein bunter Harlekin...

der konnte tanzen, singen, lachen und die schönsten Späße machen bis ich feuer fing...

Danach holten einige, aus ihren mitgebrachten flüssigen Vorräten noch etliche Bestände für die gesellige Runde hervor, die damit auch wirklich gesellig und groß wurde. Irgendwann packte es mich, ich wünschte allen etwas und legte mich schon bald mit leiser Einschlafmusik, eingepackt in meinen guten Schlafsack, auf meinen zurückgeschobenen Vordersitz. Sogleich schlief ich ein, da riss mich meine liebe Ulrike mit der eingestellten Melodie, „Mein bunter Harlekin, mein bunter Harlekin“ von Siw Malmkvist vom Handy, aus dem Schlummerschlaf.


Foto Sitzbank mit Blick zur Mulde

Blick ins Muldetal

Kinder am Spassbaum

Foto Grundmauern Burg Doeben

Alte Mauern Burg Döben

Sonnabend Morgen so gegen 8 Uhr

musste ich mal ganz schnell hinter den Anhänger und danach bin ich auch gleich wach geblieben, denn die Zeit drängte. Aus Erfahrung wusste ich, Ruck Zuck sind die ersten Besucher da und da wollte ich fertig sein. Angekommen an meinem Hufeisen-Glücksschmiedestand, stopfte ich mir schnell die von Ulrike mitgegebenen Rester rein und baute weiter auf.


Die ersten Besucher

Irgendwann spuckte Sandra´s Auto, Andreas mit großer Verspätung aus und Madline baute auch ihren Traditionellen Bogenschießstand fertig auf. Dann kamen sie schon die ersehnten Besucher. Die Sonne strahlte, die Gäste strahlten und das Leben begann. Ich konnte Andreas sehen wie er die ersten Umsätze beim Armbrustschießen machte, wie bei Madline die ersten sich erkundigten wie das mit dem Bogenschießen funktionierte und so kamen auch die ersten zu mir. Ich lockte sie ein wenig an, mit lustigen Worten und Heranrufen. Hufeisen, schöne Hufeisen. Angelt schöne Hufeisen mit der Hufeisen-Angel. Hufeisen werfen. Hufeisen mit Namensgravur. Und so angelten sich kleine Mädchen und Jungen ihre ersten Hufeisen und nach und nach wurden es immer mehr.


Foto Mädchen angelt ihr Hufeisen

Ein Mädchen angelt ihr Hufeisen

Foto Eingang Wiese

Eingang zur Wiese

Foto Stadt des Glücksschmied

alles so friedlich hier

..Du passt in die Welt

Die Zeit verging und ich hatte positiven Stress. Ach war das schön. Ach war ich begehrt. Wie ein Hahn im Korbe, ja wie ein Künstler wurde ich belagert und mein Rat wurde gesucht und geschätzt. ..Wie macht man das? Kann ich auch so ein Hufeisen haben? Ich möchte gern meinen Namen hier noch drauf graviert haben. Kein Problem. Ich bin dein Diener. Dein Wille soll geschehen. Jedes Hufeisen was bei mir mit Liebe selbst sauber gemacht wurde, wurde auch von mir selbst übergeben und mit 100 Jahre Garantie auf das Glück und auf das Eisen versehen. Das ist mit, .das Allerwichtigste. Ein gestandener Mann, dessen Anhang hier Spaß hatte, sagte zu mir: Du passt in die Welt. Das gefiel mir doch sehr. Denn ich war gut drauf und ich hatte selbst Viel Spaß dabei. Mein Witz und mein Humor kamen hier an und das gefiel mir und meinen Gästen scheinbar auch. So schön ist manchmal die Welt.


Taschen füllten sich

Später kam Andreas Mutter vorbei knipste uns alle, brachte allen etwas zu essen vorbei und war guter Dinge. Das Essen konnten wir alle gut gebrauchen. Die Taschen füllten sich. Ich fühlte den Erfolg. Scheine mussten schon immer mal weggepackt werden. Immer wieder kamen auch Erwachsene und wollten gern Gravuren auf ausgesuchte Hufeisen. Wünsche die ich all zu gern erfüllte. Denn das war meine Bestimmung das Wochenende. Noch weit nach Dämmerung hatte ich zu gravieren. Jetzt war der Feierabend nahe. Erfolg lag in der Luft. Geld wurde gezählt. Zufriedenheit stellte sich allerorten ein.


Foto Atreju Gaudlitz Döben

Atreju hat Gute Laune

Foto Märchen am Spinnrad

Märchen am Spinnrad

Foto Mario´s Kochstelle

Mario´s Kochstelle

Alle lobten Mario´s Kesselgulasch

Mario, Ute´s Mann hatte schon vor geraumer Zeit begonnen über dem Kessel, bei offenem Feuer ein Kesselgulasch zu kochen. Schließlich hatte er auch mal Koch im „Anker“ (Kulturhaus der Eisenbahner) gelernt. Alle, wirklich alle lobten sein Essen. Auch ich. Nur mit richtigen Zutaten, keine Gewürzmischungen nur echten Gewürzen und frischem Gemüse. Später, schon weit nach Dämmerung trollten sich alle, alle die konnten um das Feuer. Heute spielte hier die Musik. Die Kultur wurde hier gemacht. Auch der Schlossherr von Below setzte sich dazu, lobte Marios Kesselgulasch und interessierte sich für die Marktleute, Künstler und Händler. Er freute sich über den gelungenen Sonnabend trank Flaschenbier mit uns und erzählte auch etwas aus seinem Leben. Das machte ihn sehr sympathisch und seinen Worten folgten viele.


Die Nacht zum Sonntag

Ich wünschte wieder allen etwas gutes und machte mich mit meiner Tasche in unser Zimmer auf, in dem Andreas sich schon schlafen gelegt hatte. Ach war das schön so ein Nachtlager in festen 4 Wänden, mit richtigem Bett. Sehr geschmacklich eingerichtet. Genau so wie es mir gefällt. So wie ich wieder eingeschlafen war kam meine Lieblingsmelodie „Mein bunter Harlekin, mein bunter Harlekin.. von Siw Malmkvist aus dem Handy und Ulrike überraschte mich also auch diese Nacht. Aber ich konnte vor Müdigkeit das Handy kaum noch halten und so war das Gespräch doch leider sehr kurz.


Foto Blick auf den Fluss Mulde

Blick ins Tal der Mulde

Foto Familie beim Gluecksschmied

Familienidyll beim Glücksschmied

Foto Badehaus

am Badehaus verweilen

Hunger

Sonntag Früh, duschte ich sogleich in dem herrlichen Bade. Sogar Handtücher lagen aus. Wieder Kaiserwetter draußen. Der Tag konnte beginnen. Aber ich fand nichts essbares mehr. Ich wäre ja vielleicht noch ins benachbarte Grimma mit dem Auto gefahren, aber mein Auto war komplett mit Anhänger zugeparkt. Nun lief ich rum und nichts im Magen, alle Schläuche leer. So konnte ich gar nicht richtig aufbauen. Nach mehrmaligem hin und her fand sich doch noch etwas zuvor verschmähtes. So musste ich also eine große rote Paprika und einen Apfel essen, nun ja. Es füllte eben doch etwas die Schläuche und beruhigte den knurrenden Magen.


Doch noch richtig satt geworden

Als ich danach noch unruhig über den sonnenbeschienenen Platz lief, sah ich doch noch eine Möglichkeit, an Sandra, Katrin und Urban´s Frühstückstisch noch etwas satter zu werden. Da ich hungrig aussehend und mit leicht eingezogenen Wangen nun einmal davor rumlungerte lud mich Sandra auch schon ein und ich war sehr froh darüber. Endlich etwas was mich richtig satt machte. So hatte ich doch gestern auf der Hinfahrt auch Kuchen spendiert und meine Brötchen verteilt.


Sonntag war das Bogenturnier

Jetzt ging es gut gelaunt an die Arbeit und die Gäste konnten kommen und da kamen sie auch schon. Der Tagesablauf begann wieder von neuem. Heute zum Sonntag fand aber bei Madline am Bogenstand das von den Veranstaltern ausgeschriebene Bogenturnier statt. Mario Gaudlitz leitete es. Später machte er auch die Siegerehrung. Auch eine Schützin war dabei. Die Bogenschützen waren heute zum Sonntag die ersten die kamen. Sie wollten üben und sich einschießen. Zu gewinnen gab es einen Bogen oder 100 Euro. Angemeldete Schützen brauchten auch keinen Eintritt zu bezahlen.


Heute besuchte mich auch Ulrike

die mit Sabine Lehmann aus Falkenberg da war. Sonja war auch dabei. Die fand auch gleich viele andere ihr bekannte Spielkameraden, Johnny, Alina, Isabella und Aaron. Ulrike brachte auch gleich noch etwas Nachschub mit, Edelsteine und all das was ich wieder mal so vergessen hatte. Nichts wirklich entscheidendes aber Dinge die mich ärgerten. Sonntag war Zeitumstellung und so hatten wir sogar eine Stunde länger, bevor es dunkel wurde zum abbauen. Aber auch dabei wurde es knapp. Dunkel wurde es sowieso. 3 Stände einzupacken in einen PKW-Anhänger da gehört schon was dazu. Schließlich konnten wir auch nicht direkt an den Ständen einpacken. Irgendwann war es geschafft und wir halfen auch Ute und Lutz noch ein bisschen dabei. Die hatten es im Dunkeln auch schwer allein.


Foto Wettbewerb-Bogenschiessen

Wettbewerb Bogenschiessen

Foto Bogenschiessen auf Strohscheibe

Bogenschießen auf eine Strohzielscheibe

Foto Andreas am Armbrustschiessstand

Andreas am Armbrustschiessstand

Das Burg- bzw. Schlossareal

ist mir ans Herz gewachsen. Hier hat es mir gefallen. Alles hat gepasst. Nichts was nicht gepasst hätte. Selbst Jutta, die Tochter vom Schlossherren hatte ein Hufeisen bei mir gemacht. Ihre Ponys haben keine Hufeisen sagte sie. Auch die Schlossherrin Frau von Below kam immer mal durch ob alles in Ordnung sei. Es war. Es stand sogar zum Besten und ich sagte ihr das auch. Denn es tat mir auch sehr gut, dieser erste Mittelaltermarkt Termin im Jahr 2014 und das wollte ich ihr auch wissen lassen, warum auch nicht. Ich war zufrieden. Wirtschaftlicher und seelischer Erfolg. Das ist nicht immer so. Manchmal komme ich auch nur mit Pimperlingen nach Hause. Auch wenn ich noch nie direkt Minus gemacht habe. Eine kleine Pauschale muss schon sein. Bei so viel Arbeit.


Es war ein leises Fest

Nun fuhren wir los in Richtung Heimat, auch wenn ich beziehungsweise wir von weit her kommen, das natürlich auch schon locker zu meiner Heimat zähle. Wir fuhren schön langsam mit dem absolut voll beladenen Anhänger über das Land. In Beilrode setzten wir Madline ab, bei ihrer guten Mutter, die schon von Badewasser sprach. Danke Madline für diese deine gute Aushilfe. Ich habe zu Danken. Auch bei Andreas. Was für ein Wochenende. Hätte ich doch mehr davon. Lobenswert war das Programm. Leise schön leise. Keine laute Musik. Ich konnte jederzeit mit allen meinen lieben Gästen erzählen. So was von angenehm war die ganze Atmosphäre. Sehr, sehr leise und ruhig, obwohl natürlich vorn auf der Bühne auch Programm und Musik war. Das machte das ganze Fest zu einem Vergnügen. Viele Veranstalter stopfen das Programm so voll und auch oft mit viel zu lauter Musik. Erschreckend. Es war ein Familienfest und uns ist es besonders bekommen. Kinder lieben unsere Attraktionen und Stände.


Foto Familie beim Hufeisen putzen

Familie beim Hufeisen putzen

Foto Stimmungsbild

Stimmungsbild

Foto Eingangsbereich

Eingang

10. April 2014

Hufeisen-Glücksschmied Mike mit Armbrustschießstand Andreas und Traditionellem Bogenschiessen Madline



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